Urteil: Kündigung wegen Ehebruchs ist rechtswidrig

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Kündigung eines Organisten wegen einer außerehelichen Beziehung durch die Katholische Kirche in Deutschland als unrechtmäßig verurteilt. Deutschland habe damit gegen das Grundrecht auf Schutz des Privatlebens verstoßen, befand das Straßburger Gericht.

Damit gaben die Richter dem deutschen Kirchenmusiker, Bernhard Schüth, Recht, der sich zuvor erfolglos durch alle deutsche Instanzen geklagt hatte. Die Entscheidung, nach Straßburg zu gehen, hatte Schüth so begründet. “Ich kämpfe für mein Recht, das ich meine, als Mensch haben zu dürfen – nämlich ein Recht auf Privatleben. Ich kämpfe dafür, dass ich die mir angeborene Möglichkeit, ein sexuelles Wesen zu sein, auch wirklich leben darf – auch wenn eine Ehe gescheitert ist.”

Quelle: http://www.tagesschau.de/ausland/katholischesrecht102.html

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Dedepublizieren

Das ist wieder einmal der Beweis dafür, das Dinge, die einmal im Internet waren, für immer dort verbleiben. Und auch hier macht sich wieder der Streisand-Effekt bemerkbar. Ich hatte bereits hier über einen ähnlichen Fall berichtet. Es geht um den geänderten Rundfunkgebührenstaatsvertrag und den dort neu eingeführten Dreistufentest, nach welchem öffentlich rechtliche Rundfunkanstalten ihre Online-Angebote überprüfen und daraufhin für die Zukunft und die Vergangenheit abspecken müssen. Beiträge im Internet werden nun nach einer Frist von 7 Tagen oder 6 Monaten oder 12 Monaten aus dem Netz verbannt. Beiträge, für die bereits gezahlt wurde. Denn viele Millionen Euro Rundfunkgebühren stecken in diesen Beiträgen. Dieser Schatz wird damit vernichtet. Aber es gibt Hoffnung. Denn auf depub.org werden sämtliche gelöschte Inhalte der Tagesschau für die letzten ca. 10 Jahre wieder zur Verfügung gestellt. Noch in Textform, aber für die Zukunft auch die Bilder. Auch andere Mediatheken sollen von diesem Service erfasst werden. Legal ist es höchstwahrscheinlich nicht, aber dafür fair.

http://depub.org/

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Vertrauliche Loveparade-Unterlagen im Internet > gibt’s auch hier

Die Veröffentlichung von vertraulichen Unterlagen der Stadt Duisburg zur Loveparade durch xtranews.de machte seit dem 12.08.2010 im Internet die Runde. Am 16.08.2010 erwirkte die Stadt Duisburg hiergegen eine einstweilige Verfügung. Zu spät, wie sich herausstellte. Denn das Internet hatte bereits sein Eigenleben à la Streisand-Effekt entwickelt und die Unterlagen wahrscheinlich bereits um die ganze Welt getragen und tausendfach vervielfältigt.  Gut so, denn die Stadt hat dies wohl akzeptiert und schließlich kapituliert und möchte keine weiteren rechtlichen Schritte mehr unternehmen.

Quelle: zeit.de

Grundsätzlich bin ich für Aufklärung und nicht für vorzeitige Schlüsse und Lynchjustiz. “Sauerland weg” wird oft gerufen, aber sein Verfahren soll auch er bekommen. Gleiches Recht für alle. Aber dass die Stadt Duisburg die Veröffentlichung dieser Dokumente per einstweiliger Verfügung verbieten wollte, und das, obwohl vollständige Aufklärung gepredigt wird, ist nicht nachvollziehbar und macht einen sprachlos und wütend zugleich.

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Umfrage: Wer macht mit? – Panoramafreiheit – “Resthäuser” Fotografieren #Google #Streetview

Tja, von Google und seinen Machenschaften kann man halten was man will. Aber in der Öffentlichkeit zu Fotografieren und diese Fotos ins Netz zu stellen, hat bisher noch niemand kritisiert. (sofern man sich an Gesetze und an die mit den Bildern verbundenen Rechte hält)

Jetzt fotografiert Google. Und da wir in Deutschland (und auf der übrigen Welt) ja sonst keine Probleme haben, die es zu lösen gilt, müssen sich die schlauen Politiker eben auf die Fotos von Google stürzen. Bravo. Danke Ihr Politiker, dass Ihr Euch so toll für unser Land einsetzt. Jetzt wird alles besser.

Aber die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern gegen eine geringe Einmalzahlung der Stromkonzerne, die diese Kosten dann wieder an den Stromkunden durchreichen!?

Leute, hier geht es um Fotos, die dort aufgenommen werden/wurden, wo alle anderen Menschen auch Fotos machen würden und auch machen. Nämlich auf der Straße. Fotos mit GPS-Daten zu verbinden ist doch auch nichts Neues mehr. Wenn jetzt also Google das nicht dürfen soll, muss man auch Flickr und Picasa und Co. verbieten. Und morgen den ganzen Rest. Zieht den Stecker raus, schaltet das Internet ab.

Tipp: Verlangt doch von Google eine Straßen-Fotografier-Nutzungs-Steuer. Dann könnt Ihr Euren selbst gegen die Wand gefahrenen Haushalt flicken und werdet bestimmt, wie bei den Atomkraftwerken, die besten Freunde von Google und dem Streetview. Damit könnte man doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Versucht es mal. ;-)

Ich mach mit:

http://www.doodle.com/2ur4ifhm5467puxz

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