Vor einiger Zeit habe ja die Domain hinter diesem Blog gewechselt. Völlig vergessen habe ich dabei die Links zu Uploads und Bildern etc., die noch auf die alte Seite zeigten. Ich wusste zwar, dass ich nicht in allen Artikeln diese Links manuell tauschen werde, wäre ja völliger Wahnsinn, und ich wusste auch, dass ich hier mit einem SQL-Befehl ans Werk muss, aber wie dieser Befehl lautet, wusste ich nicht. Da hat mir aber John Wrana weitergeholfen, der genau die passende Anleitung auf seinem Blog gepostet hat.
REWE > REinste serviceWüstE
Es ist doch schön, dass wir in einem Land leben, in dem man seine Meinung frei äußern darf. Außer, man spricht über Autobahnen, die wir alle benutzen, die aber in einer Zeit gebaut wurden, über die wir heute aber irgendwie nicht mehr sprechen wollen oder können. Na ja, das ist ein anderes Thema.
Weil ich aber froh bin, dass ich meine Meinung offen kundtun darf, so mache ich das jetzt.
Es geht um REWE. REWE kennen wir wohl alle mehr oder weniger. Eigentlich eher eine Lebensmittelkette der mittleren Preis- und Leistungsklasse. Man möchte meinen, dass man hier mehr bekommt, also anderswo. So zumindest versucht sich REWE selbst darzustellen. Der Slogan von REWE nämlich lautet: “Jeden Tag ein bisschen besser”. Von wegen, denn hier fängt meine Geschichte an.
Hin und wieder, auf dem Weg ins Büro, benötige ich das Eine oder Andere und da kommt mir dieser REWE-Markt genau richtig. Denn er liegt günstig auf dem Weg und das Angebot ist befriedigend bis gut.
Aber:
Was ist das für ein Start in einen wunderschönen Tag. Ein Besuch bei dieser REWE-Filiale kann einem echt den Morgen verderben. Den Umgang mit Kunden müssen die Mitarbeiter/-innen dort auf jeden Fall noch lernen. Obwohl ich sogar meine, dass der Umgang mit Menschen einem schon mit dem Elternhaus mitgegeben werden sollte, und daher eine Extrastunde in Sachen “Umgang mit Menschen” auch diesen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nicht zwingend gegeben werden bräuchte. Aber weit gefehlt.
Wenn die Preise in diesem Geschäft entsprechend so gut wären, wie die Gesichter der Belegschaft dort “lang” sind, dann würde ich als Kunde sogar noch mit einem Gewinn den Laden verlassen. Schon ein freundliches “Guten Morgen” ist für den einen oder die andere eine Qual. Man spürt richtig, wie sich die Angestellten dieses Geschäfts zu dieser doch eigentlich selbstverständlichen Geste zwingen müssen. “Oh je, da kommt ein Kunde, schnell auf den Fußboden gucken und so tun, als hätte ich ihn nicht gesehen”.
In diesem Geschäft ist es Brauch, dass die Regale erst dann aufgefüllt werden, wenn das Geschäft früh um sieben öffnet. Dieser Brauch geht scheinbar auf eine lange Tradition zurück und scheint eine gemeinsame Aktion zusammen mit den Krankenkassen zu sein. Denn der Kunde wird so dazu gezwungen, an dem unbeliebten Frühsport teilzunehmen, auch wenn dieser das gar nicht möchte. Denn der allmorgendliche Slalom um die in den Gängen plazierten Verkaufspaletten verlangt dem Kunden viel Sportsgeist ab. Der kleine Nachteil dieses Brauchs ist allerdings, dass man als Kunde zu Beginn der Öffnungszeit vor nicht allzu üppig gefüllten Regalen steht und man sich aus den Resten des Vortags etwas brauchbares heraussuchen darf. Na ja.
In so einer Situation habe ich vor einiger Zeit einen großen Fehler begangen. Ich fragte einen Verkäufer, der dort dabei war, ein leere Regal mit Salat zu bestücken, ob es sich denn lohnen würde, auf den Salat zu warten. Mhhmmm, das war ein großer Fehler. Denn plötzlich durchfuhr die Stimme des Verkäufers eiskalt meinen Körper und rüttelte mich wach: “Was glauben sie denn bitte was ich hier mache !!!!!!!!” Oh je, da habe ich aber etwas angestellt. Ich gebe zu, den Verkäufer in diesem Moment auch im falschen Augenblick mit der falschen Frage überfordert zu haben. Denn man kann kaum von dem Verkäufer verlangen, sich in den Kunden hinein zu versetzen. Das ich als Kunde nämlich nicht eine halbe Stunde vor der Palette verweilen möchte um zu hoffen, dass ich noch in der aktuellen Stunde meinen Salat erhalte, dass kann man sich kaum vorstellen.
Anderer Fall, gleiches Geschäft:
Üblicherweise macht dieses Geschäft am Morgen um sieben Uhr seine Pforten auf. Das ist wörtlich zu nehmen, denn die sich durch einen Bewegungsmelder automatisch öffnende Tür wird regelmäßig am Morgen gegen sieben Uhr geöffnet, so dass man vorher als Kunde keine Chance hat, den Laden zu betreten. Da die Tür aus Glas ist, kann man auch gut erkennen, wenn ein Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin von innen die Tür mittels eines Schlüssels öffnet, damit der Kunde diese durchschreiten kann. Hin und wieder kommt es auch vor, dass diese Tür schon ein paar Minuten vor sieben Uhr geöffnet ist. In diesen Fällen war es Gang und Gebe, das Geschäft als Kunde zu betreten und seinen Einkauf zu beginnen. Heute war alles anders. Denn heute näherte ich mich wieder dieser besagten Tür, es war ca. 5 Minuten vor sieben Uhr, und die Türe öffnete sich. Ok, dachte ich mir, und betrat dieses Geschäft. Doch plötzlich kam ein Verkäufer auf mich zu – es war übrigens der selbe Verkäufer, der mich einst wegen des Salats so eindringlich informiert hatte – und informierte mich, dass ich doch bitte das Geschäft verlassen solle, denn es wäre noch nicht geöffnet. Ich widersprach und setzte ihm davon in Kenntnis, dass sehr wohl die Tür schon offen sei, und ich daher das Geschäft betreten habe. Er antwortete, dass die Tür nur deswegen geöffnet sei, damit die Angestellten das Geschäft betreten können. (haben die keinen Schlüssel für einen Angestellten-Eingang???) Abgesehen davon, dass hier ein Kunde “rausgeworfen” wurde, weil er fünf Minuten zu früh das Geschäft betrat, weil er nicht wusste, dass die Tür in diesem Moment nur für Angestellte passierbar war, was an sich schon lächerlich ist, folgte das nächste Erstaunen. Denn als ich der Aufforderung nachkam und das Geschäft verließ, um vor dieser Tür darauf zu warten, dass die letzten paar Sekunden verstreichen, schloss man die besagte Tür hinter mir ab. Wieso schloss man diese Tür ab? Man teilte mir doch mit, dass diese für die Angestellten geöffnet wurde. Ich verstand die Welt nicht mehr. Aber ich dachte mir, dass man nun vielleicht die Angestellten in das Geschäft lässt, wenn sie vor der Glastür stehen. Denn man würde ja dann die Angestellten erkennen können und die Tür kurzfristig für diese öffnen. Doch wieder weit gefehlt. Denn bis zur Öffnung der Tür für die Kunden hat durch diese Tür keine einzige Person, weder Angestellter noch sonst irgend jemand, das Geschäft betreten. Ich erlaube mir, hier keine weiteren Kommentare zu äußern, denn mir fehlen die Worte.
Alles in allem bin ich echt enttäuscht. Und ich muss sagen, dass viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Lidl freundlicher sind als die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in diesem Geschäft. Und das, obwohl ich glaube, dass die Lidl-Mitarbeiter/-innen bei weitem schlechter verdienen. Respekt also den Lidl-Mitarbeitern und -Mitarbeiterinnen.
Übrigens habe ich vor einigen Monaten die Geschäftsleitung von REWE auf diese Geschäftsstelle aufmerksam gemacht. Geändert hat sich nichts. Daher jetzt dieser Blog-Eintrag von mir. Und ich werde natürlich die Geschäftsleitung von REWE (Kundenmanagement REWE Bayern) erneut informieren und diesmal auf diesen Blog-Eintrag verweisen. Schade REWE.
PS: Ich freue mich in diesem Zusammenhang auf die Fertigstellung des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) an der Hackerbrücke. Abgesehen davon, dass dieser auf meinem Weg von der S-Bahn-Station Hackerbrücke ins Büro natürlich genial gelegen ist, ist das Angebot an Geschäften und Restaurants schon im jetzigen Vermietungsplan (siehe Link) einfach umwerfend. Und dort wird es eine Lidl-Filiale geben!